Produkt-Updates · 25. September 2026
Flammhemmer-Serie: drei Produktlinien – PE-Folie, transparenter Polyester und Synergist-Alternativen
Bei der Auswahl eines Flammhemmers ist zunächst das Substrat und die Form des Fertigartikels zu prüfen, nicht der Preis. Die Flammhemmer-Serie von Californium Curium gliedert sich in mehrere Produktlinien: Für dünnwandige PE-Artikel wird R911 eingesetzt (sterisch gehindertes Amin, 10%-20% für UL94 V-2/FV-2); für transparente Polyester R912 / R912B / R915 (Phosphorsystem, 1,5%-5% für V-0, mit Verarbeitungstemperaturfenster und Trocknungsanforderungen); für reaktive Systeme R940; als Ersatz für Antimon(III)-oxid der Synergist R218 (1:1-Substitution 50%-70%, PVC 100%). Dieser Beitrag ergänzt für jedes Modell Verarbeitungstemperatur, Dosierung, Verpackung und Haltbarkeit und stellt die Abgrenzung zwischen „halogenarm“ und „halogenfrei“ klar.
- 01Antiagglomeration
- 02Verteilungsrate
- 03Schmierstoff-Gleichgewicht

Aus dem Text verschobenSerienzusammensetzung und Veröffentlichungsliste · ganze Tabelle vorangestellt
| Modell | Positionierung in der Unterlage (wörtlich) | Quellenangabe Textseite |
|---|---|---|
| R911 | halogenfreier Flammhemmer für PE | Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 1 (-49-); Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, Seite 53 (-49-) |
| R912 | transparenter halogenfreier Flammhemmer (transparenter Flammhemmer speziell für PET/PETG/TPU) | Flammhemmer-Serie, Seite 2–3 (-50-/-51-); Funktionsadditive 1.09, Seite 54–55 |
| R912B | halogenfreier Flammhemmer für PET | Flammhemmer-Serie, Seite 4 (-52-); Funktionsadditive 1.09, Seite 56 (-52-) |
| R915 | spezieller transparenter halogenfreier Flammhemmer für PET/PETG | Flammhemmer-Serie, Seite 5–6 (-53-/-54-); Funktionsadditive 1.09, Seite 57–58 |
| R940 | reaktiver Flammhemmer für ungesättigte Acrylat-Polyurethan-Systeme | Flammhemmer-Serie, Seite 7–8 (-55-/-56-); Funktionsadditive 1.09, Seite 59–60 |
| R218 | Flammschutz-Synergist (teilweiser Ersatz von Antimon(III)-oxid) | Flammhemmer-Serie, Seite 9 (-57-); Funktionsadditive 1.09, Seite 61 (-57-) |
| 63# | bromierter Flammhemmer: hochtemperaturbeständige PE/PP-Kunststoff-Extrusionsbeschichtungs- und Gießfolie, halogenhaltiger Flammhemmer | nur in der Verzeichniszeile: 1.09, PDF, Seite 3; keine Textseite, wird auf der Website nicht veröffentlicht |
Aus dem Text verschobenModell-Dokumentationszuordnungstabelle · ganze Tabelle vorziehen
| Komponente | Gehalt | Erläuterung |
|---|---|---|
| DOPO (9,10-Dihydro-9-oxa-10-phosphaphenanthren-10-oxid) | 49% | Phosphaphenanthren-Flammhemmer-Hauptkomponente, Flammschutz in Gas- und Kondensatphase |
| Hexaphenoxycyclotriphosphazen (HPCTP) | 10% | Phosphor-Stickstoff-Synergie, verbessert Verkohlung und Rauchunterdrückung |
| HEMA (Hydroxyethylmethacrylat) | 40% | Reaktive Doppelbindung, nimmt an Copolymerisation teil, sorgt für Verträglichkeit |
| Triphenylphosphin | 0,8% | Katalytisches Additiv |
| MEHQ (4-Methoxyphenol) | 0,2% | Polymerisationsinhibitor, unterdrückt Selbstpolymerisation bei Lagerung |
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Bei der Auswahl eines Flammhemmers ist nicht zuerst der Preis zu klären, sondern das Substrat und die Form des Fertigartikels: PE-Folien, transparente Polyesterteile und Systeme, in denen Antimon(III)-oxid ersetzt werden muss, erfordern völlig unterschiedliche Additivtypen. Die Flammhemmer-Serie von Californium Curium ist nach Substraten in mehrere Produktlinien gegliedert; jedes Modell hat in der Unterlage eine eigene Textseite. In diesem Beitrag werden Zusammensetzung, Dosierung, Verarbeitungstemperatur, Verpackung und Haltbarkeit jedes Modells tabellarisch zusammengefasst und eine leicht verwechselbare Begriffszuordnung klargestellt – „halogenarm“ ist nicht gleichbedeutend mit „halogenfrei“.
Serienaufbau und veröffentlichte Liste
Das Inhaltsverzeichnis der Flammhemmer-Serie im Dokument Funktionsadditive führt folgende Modelle auf: R911 (halogenfreier Flammhemmer für PE), R912 (transparenter halogenfreier Flammhemmer), R915 (spezieller transparenter halogenfreier Flammhemmer für PET/PETG), R940 (reaktiver Flammhemmer für ungesättigte Acrylat-Polyurethan-Systeme), R218 (Flammschutz-Synergist, teilweiser Ersatz von Antimon(III)-oxid) sowie 63# (bromierter Flammhemmer: hochtemperaturbeständige PE/PP-Kunststoff-Extrusionsbeschichtungs- und Gießfolie, halogenhaltiger Flammhemmer). (Quelle: Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, PDF, Seite 3 (Druckseite 55) und Seite 4 (Druckseite 83), Produktverzeichnis)
Veröffentlichte Liste: Die auf dieser Website veröffentlichten Modelle dieser Serie sind R911, R912, R912B, R915, R940 und R218 – sechs Modelle (die Serienseite stimmt mit der öffentlichen Produktdatenschnittstelle überein). In der Fußnote des Verzeichnisses steht: „Grau dargestellte Produkte sind eingestellt.“ Der Eintrag 63# ist im Verzeichnis nicht grau dargestellt, gehört jedoch zu den halogenhaltigen Produkten; nach dem Grundsatz, dass auf der Website nur Modelle veröffentlicht werden, die einzeln überprüfbar sind und der Positionierung entsprechen, wird er nicht in die Veröffentlichungsliste aufgenommen. Ob 63# noch verkauft wird und ob eine separate Seite erforderlich ist, ist in dieser Unterlage nicht angegeben. (Quelle: ebenda; Fußnote im Verzeichnis siehe Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, PDF, Seite 3–4)
Produktlinie für dünnwandige PE-Artikel: R911 (und die Masterbatch-Variante M911)
Positionierung: halogenfreier Flammhemmer, der speziell für dünnwandige Artikel aus Polyethylen (PE) entwickelt wurde – Folien, dünne Platten, gewebte Garne, ultradünne Rohre usw. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 1, Druckseite -49-)
| Parameter | Angaben in der Unterlage (wörtliche Kernpunkte) |
|---|---|
| Hauptbestandteil | Verbindung auf Basis sterisch gehinderter Amine, mit Tetramethylpiperidin-Derivat als Kern; halogenfrei (Chlor, Brom usw.), konform mit RoHS und REACH |
| Flammhemmmechanismus | Fängt während der Verbrennung entstehende Radikale ab und unterdrückt Kettenreaktionen, wodurch der Verbrennungsprozess unterbrochen wird; zugleich wirkt es antioxidantisch und verzögert die Alterung von PE |
| Dispergiermittel (synergistisch) | geringe Menge nichtionisches Tensid; unterstützt die gleichmäßige Verteilung des sterisch gehinderten Amins in der PE-Schmelze, vermeidet Agglomeration und beeinträchtigt die Fließfähigkeit nicht |
| Dosierung und Einstufung | Bei einer Dosierung von 10%-20% erreichen dünnwandige PE-Artikel UL94 V-2 (Folienklasse) oder FV-2 nach GB/T 2408-2008 (je nach Dicke) |
| Verarbeitungstemperatur | 150-200℃ (entspricht der üblichen Verarbeitung von PE-Folien); übermäßig hohe Temperaturen vermeiden, da sie den Flammhemmer zersetzen |
| Einsatzbereich | verschiedene PE-Folien (Verpackungsfolie, Schrumpffolie, Schutzfolie, landwirtschaftliche Abdeckfolie); dünne PE-Platten und ultradünne Artikel (elektrische Isolierfolien, leichte Verpackungsfolien) |
| Lagerung | kühler, trockener, belüfteter Ort; Feuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden; Haltbarkeit 12 Monate; nach dem Öffnen dicht verschlossen lagern |
| Verpackung | 25-kg-Säcke, doppelwandiger PE-Beutel |
(Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 1, Druckseite -49-; Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, PDF, Seite 53, gleicher Text)
Zugehörige Masterbatch-Variante M911 (halogenfreies PE-Flammhemmer-Masterbatch): compoundiert aus Flammhemmer auf Basis sterisch gehinderter Amine + Lichtschutzmittel auf Basis sterisch gehinderter Amine + LLDPE-Harz; Zugabemenge 10%-25%; Verarbeitungstemperatur <250℃; in der Kennwerttabelle der Unterlage steht in der Zeile Flammhemmwirkung UL94 V1; spezifisches Gewicht 0,89g/cm³; Schmelzfließrate 6,9g/10min. Die Hinweise der Unterlage nennen: In der Rezeptur möglichst keine leicht entzündlichen bzw. brandfördernden Komponenten verwenden (z. B. Wachs, Ester, Aluminiumoxid) und nicht zusammen mit Antitropfmitteln einsetzen; nicht für glasfaserverstärkte Systeme geeignet. Falls unvermeidbar, zuerst durch Versuche bestätigen. (Quelle: Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4, PDF, Seite 5, Druckseite -1-)
Transparente Polyesterlinie: Aufgabenverteilung von R912 / R912B / R915
Unterpunkt ⊂ Gesamt (ppm-Verschachtelung, nicht additiv)
Dimension · ppmÄußerer Balken = Gesamtmenge, innerer Balken = ein Teil davon; die Differenz der beiden = der Rest, das rechte Ende zeigt die Restmenge.
- … ≤ 1500 ppm
- Br + Cl ≤ 900 ppm
- Einheit vereinheitlicht als ppm · Verschachtelte Balken drücken nur Inklusionsbeziehung aus; Erfassungsbereich zweier Grenzwerte folgt dem Quelltext, keine Umrechnung durchgeführt.
- Balkenlänge zeigt Inklusionsbeziehung an, zwei Balken sind nicht additiv
- Gesamthalogene1500 ppm
- Br + Cl900 ppm
Diagrammdaten (Quelltext wortgetreu)
| Ebene | Grenzwert |
|---|---|
| Gesamthalogene | ≤ 1500 ppm |
| Br + Cl | ≤ 900 ppm |
QuelltextSkala 0–1500 ppm
ppm-Rotlinie des halogenfreien Kriteriums
Dimension · ppmSkala = Grenzwert des Kriteriums (Einheit ppm); die rot markierte Seite = Richtung der Überschreitung; Werte werden direkt aus den Quellkriterien übernommen.
- Br+Cl < 900 ppm
- Abb. ppm-Rotlinie des halogenfreien Kriteriums
- ← Niedrigerer Wert bedeutet mehr "halogenfrei"; gestrichelte Linie = rote Linie aus Quelle, Segment = Bewertungsintervall durch rote Linie geschnitten
- Zulässig nur unterhalb der roten Linie:
- Br+Cl< 900 ppm
Diagrammdaten (Quelltext wortgetreu)
| Kriterium | Grenzwert | Beschreibung |
|---|---|---|
| Br+Cl | < 900 ppm | Kriterium: Br+Cl 900 ppm |
Kriterienschicht des HaupttextesSkala 0–900 ppm
Alle drei Modelle richten sich an transparente Polyestersysteme, unterscheiden sich jedoch in den Einsatzbedingungen. Die in der Unterlage angegebenen Schlüsselparameter lauten (wörtlich):
| Parameter | R912 | R912B | R915 |
|---|---|---|---|
| Geeignete Substrate | PET, PETG, TPU | PET (Fasern, Folien, Platten/Tafeln) | PET, PETG (hochtransparent) |
| Hauptbestandteile | Phosphorsäure-tris(dimethylphenylcarbonat)ester (neuartiges Flammschutzsystem auf Basis eines organischen Phosphor-Lithium-Salzes), weißes kristallines Pulver | Phosphorhaltiges Hauptsystem + geringer Anteil Stickstoff-Synergist + nichtionisches Dispergierhilfsmittel | Polyolphosphatester (Additiv-Typ, Organophosphorsystem, halogenfrei, ohne Schwermetalle) |
| Schlüsselkennwerte | wirksamer Flammhemmgehalt ≥98,0%; Phosphorgehalt ≥9,8%; Zersetzungstemperatur ≥285℃; Schüttdichte 0,87~0,93 g/cm³; Feuchtigkeit ≤0,15%; flüchtige Bestandteile (120℃/2h) ≤0,5% | — (die Unterlage beschreibt überwiegend Mechanismus und Leistungseigenschaften) | Phosphorgehalt 18%; Schmelzpunkt 210℃; Halogengehalt nicht nachgewiesen (IEC 61249-2-21); Beginn der thermischen Zersetzung ≥260℃; Feuchtigkeit ≤0,2%; Feinheit (Siebdurchgang 325 Mesh) ≥98% |
| Flammwidrigkeitsklasse und Dosierung | TPU 2%–7% (Polyestertyp 2-4%, Polyethertyp 5-7%); PETG 1,5%–3%; PET 1,5%–3% | Bei Dosierung 1,5%-5% erreichbar UL94 V-0; Sauerstoffindex (LOI) steigt auf über 38% | UL94 V-2 (1,5mm): 1%–2%; UL94 V-0 (1,0–1,5mm): 2%–4% |
| Transparenzverhalten | Einfluss auf die Materialtransparenz kontrollierbar, Lichtdurchlässigkeit des Substrats nimmt um ca. 20% ab; geeignet für semitransparente und geringtransparente flammgeschützte Modifizierungen | nicht zutreffend (Schwerpunkt: V-0 und Erhalt der mechanischen Eigenschaften) | keine negativen Einflüsse auf Lichtdurchlässigkeit und Trübung des Substrats; beim Verarbeiten kein Weißanlaufen, keine Vergilbung, kein Ausschwitzen |
| Verarbeitungstemperatur | geeignet für PET 230–280℃, PETG 190–250℃, TPU 160–225℃ in üblichen Extrusions-, Spritzgieß- und Granulierprozessen | empfohlen 230℃-280℃ (20-30℃ unter der üblichen PET-Verarbeitungstemperatur) | Extrusions-/Spritzgießzylinder 240–275℃; Düse/Werkzeug 60–90℃; längere Verweilzeiten über 290℃ verboten |
| Verpackung | 25kg/Beutel (innere verstärkte PE-Feuchtigkeitsschutzbeutel + äußerer abriebfester Gewebebeutel) | 25-kg-Säcke, doppelwandiger PE-Beutel | 25kg Verbundgewebebeutel mit PE-Innenfolie |
| Haltbarkeit | 12 Monate bei dichter Lagerung bei Raumtemperatur | 12 Monate | 12 Monate |
(Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 2–3 (-50-/-51-) für R912; Seite 4 (-52-) für R912B; Seite 5–6 (-53-/-54-) für R915; Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, Seite 54–58, gleicher Text; die vollständige Tabelle der physikalisch-chemischen Kennwerte für R912B ist in der Unterlage nicht angegeben – dieser Punkt ist in der Unterlage nicht aufgeführt; derzeit liegen nur Beschreibungen zu Mechanismus und Leistungseigenschaften vor)
Eine Einsatzgrenze von R912: Die Unterlage weist aus, dass dieses Produkt zu den abtropfenden Flammhemmern gehört. Wenn „Nichtabtropfen“ gefordert ist, darf es nur als Flammschutz-Synergist in Kombination eingesetzt werden; es kann mit Verkohlungsbildnern und Antitropf-Additiven kombiniert werden, um die V-0-Bestehensquote und die Antitropfwirkung zu verbessern. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 3, Druckseite -51-)
R915: Misch- und Prozesshinweise (wörtlich): Materialtrocknung – PET/PETG-Substrat vorab 4–6 h bei 120℃ trocknen, Feuchtigkeit ≤0,03%, um hydrolytisches Weißanlaufen während der Verarbeitung zu vermeiden; Vormischen – R915 mit Granulat 5–8 min bei hoher Drehzahl mischen; Schneckenauswahl – niedrigscherige Polyester-Spezialschnecke wählen, damit übermäßige Scherung die Lichtdurchlässigkeit nicht verringert; Masterbatch-Herstellung – kann zunächst zu einem PET/PETG-Flammhemmer-Masterbatch mit 20%–30% Konzentration verarbeitet werden, das bequemer in der Handhabung und besser dispergierbar ist. Die Unterlage weist außerdem darauf hin: Dieses Produkt ist ein Additiv-Typ-Flammhemmer und beteiligt sich nicht an der Polyester-Copolymerisation; je nach Dicke des Fertigartikels, Anlagentechnik und Prozess sowie Synergiesystem kann die Dosierung geringfügig angepasst werden; Kunden sollten die optimale Rezeptur vorab durch Kleinversuche ermitteln. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 6, Druckseite -54-)
R915: Konformität (wörtlich): erfüllt die halogenfreien Anforderungen nach IEC 61249 (Br+Cl<900ppm, Gesamthalogen<1500ppm); RoHS 2.0 (frei von Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertigem Chrom, polybromierten Biphenylen, polybromierten Diphenylethern); REACH (frei von SVHC, besonders besorgniserregende Stoffe); Brandverhalten halogenfrei, geringe Rauchentwicklung, keine Bildung dioxinartiger toxischer Produkte. (Quelle: ebenda)
Reaktive Linie: R940 (UV-Acrylat- und Polyurethansysteme)
R940 unterscheidet sich grundlegend von den vorherigen Modellen: Es handelt sich um einen reaktiven Flüssigflammhemmer, der an der Polymerisationsvernetzung teilnehmen muss. In der Unterlage heißt es ausdrücklich: „Eine bloße physikalische Abmischung ohne Reaktionsteilnahme wird nicht empfohlen“. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 8, Druckseite -56-)
Produktzusammensetzung (Massenanteile, wörtlich übernommen):
(Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 7, Druckseite -55-)
Verfahren und Dosierung (wörtlich übernommen): Bei UV-Acrylatsystemen (Lichthärtung) beträgt die empfohlene Dosierung 15-30% (bezogen auf die Gesamtharzmasse). Bei Raumtemperatur direkt mit Acrylatmonomer, Präpolymer und Photoinitiator gleichmäßig verrühren, nach Entgasung UV-härten; der Gesamtphosphorgehalt des Systems sollte auf 1,5-3,0% eingestellt werden, damit die Flammwidrigkeitsklasse UL94 V-0 erreicht werden kann. Bei Polyurethansystemen (PU/PUA) beträgt die empfohlene Dosierung 12-25% (bezogen auf die Polyolkomponente); direkt mit dem Polyol mischen und anschließend mit Isocyanat umsetzen. Das NCO/OH-Verhältnis ist zu beachten – R940 enthält Hydroxygruppen und verbraucht NCO-Gruppen; die Isocyanatmenge in der Rezeptur muss entsprechend angepasst werden. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 8, Druckseite -56-)
Drei Hinweise und ein Verwendungsverbot (wörtlich übernommen): ① Die Temperatur sollte 120℃ bei längerem Erhitzen nicht überschreiten, um Selbstpolymerisation zu vermeiden; ② stark alkalische Substanzen in der Rezeptur möglichst vermeiden, um ein Versagen des Polymerisationsinhibitors und Gelbildung zu verhindern; ③ bei höheren Flammwidrigkeitsanforderungen kann mit geringen Mengen Aluminiumhydroxid und Phosphatester kombiniert werden. Verwendungsverbot: R940 darf nicht in additionsvernetzenden Silikonsystemen (Platinkatalyse) eingesetzt werden; es besteht Toxizitätsrisiko. Lagerung: 5℃-30℃, schattiger, belüfteter, trockener Lagerraum, Haltbarkeit unter Verschlussbedingungen 6 Monate; die Beurteilungsgrundlage für den Satz „Additionsvernetzende Silikonsysteme (Platinkatalyse) bergen ein Toxizitätsrisiko“ wird in der Unterlage nicht weiter ausgeführt (dieser Punkt ist in der Unterlage nicht ausgeführt). (Quelle: ebenda)
Synergistische Ersatzlinie: R218 (Ersatz für Antimontrioxid)
R218 hat die Rolle des „Antimonsparens“: In halogenhaltigen Flammhemm-Rezepturen ersetzt es Antimontrioxid teilweise und unterstützt gleichzeitig Rauchunterdrückung und Verkohlung. Kernpunkte der Unterlage (wörtlich übernommen):
(Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 9, Druckseite -57-; Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, PDF, Seite 61, gleicher Text)
Eine leicht zu verwechselnde Abgrenzung: halogenarm ≠ halogenfrei
Aus dem Text verschobenKomponenten und Gehalt · ganze Tabelle
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Kategorie und Zusammensetzung | Umweltfreundlicher Flammhemmer auf Phosphor-Silicium-Basis; Hauptbestandteil Phosphor-substituiertes Aluminiumsilikat, chemische Formel Al(SiO₂)PO₄·2H₂O |
| Aussehen und Form | Weißes kristallines Pulver, geruchlos, ungiftig; unter dem Mikroskop faser- oder nadelförmig, feine und lockere Textur |
| Physikalisch-chemische Kennwerte | Dichte ca. 2,6–3,2 g/cm³; Schmelzpunkt üblicherweise 1300–1600℃; pH-Wert 6,5-7; schwer löslich in Wasser und üblichen organischen Lösungsmitteln |
| Ersatzumfang | PP/PE-Flammhemmsystem: 1:1-Ersatz von 50% bis 70% des Antimontrioxids möglich, wobei die Flammhemmwirkung besser ist als bei alleinigem Einsatz von Antimontrioxid mit bromiertem Flammhemmer; PVC-Flammhemmsystem: 100% Ersatz von Antimontrioxid möglich |
| Einsatz in halogenfreien Systemen | In Kombination mit Phosphor- und Intumeszenz-Flammhemmern für schnelle Verkohlung, Sauerstoffbarriere und Rauchunterdrückung |
| Geeignete Polymere | PE, PP, PVC, ABS, PBT, PET u. a. |
| Konformität | Erfüllt die Anforderungen der EU-Richtlinie 2002/95/EC und REACH |
| Verpackung und Lagerung | Gewebesack mit Polyethylen-Innensack, Nettogewicht je Sack 25kg (anpassbar); trockenes, belüftetes Lager, fern von Feuer-, Wärmequellen und starken Oxidationsmitteln; Haltbarkeit im Allgemeinen 2 Jahre |
In der Funktionsmasterbatch-Serie gibt es M922: halogenarmes PP-Flammhemmer-Masterbatch (PP-Wellrohr, Stegplatte, Faserspinnen, Folie, Spritzgießen). Die Unterlage führt aus, dass es „aus unserem selbst hergestellten Flammhemmer R912 verarbeitet wird und zu einem Flammhemmsystem auf Phosphor-Stickstoff-Brom-Basis gehört, ohne Antimon, und die ROHS-Anforderungen erfüllt“. Im Vergleich zu Masterbatches des herkömmlichen Octabromdiphenylether-Systems gilt: „niedrigerer Halogengehalt, ohne Antimon, geringeres spezifisches Gewicht, kein Ausschwitzen, geringe Rauchentwicklung, geringe Formkorrosion“. Die Dosierung richtet sich nach dem Basispolymer: Homopolymer 3,5%, Homopolymer-Copolymer-Mischung 4-6%, Copolymer 8%, Flammwidrigkeitsklasse UL94 V2, Verpackung 25 kg/Sack, PE-Doppelsack. (Quelle: Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4, PDF, Seite 13, Druckseite -9-)
Beim Lesen dieses Abschnitts ist zu beachten: Die korrekte Einordnung von M922 lautet „halogenarm“ – sein Synergiesystem enthält Brom und ist nicht gleichzusetzen mit den halogenfreien Modellen R911 / R912 / R912B / R915 / R940 / M911 / M915 / M918 / M933. In der Außenkommunikation ist „halogenarm“ als low-halogen zu schreiben, nicht als halogen-free. (Quelle: ebenda; Übersicht der halogenfreien Modelle der Masterbatch-Serie siehe Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4, PDF, Seite 3, Produktbeschreibung)
Auswahl und Einsatz: zunächst drei Punkte klären
- Basispolymer und Fertigartikel-Dicke – Auch bei gleichem V-2-Ziel unterscheidet sich der Dosierungsbereich zwischen Folie und dickwandigen Teilen; bei R911 heißt es ausdrücklich: „Je dünner die Wandstärke, desto eher ist eine angemessene Erhöhung der Dosierung zu empfehlen“. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 1 (-49-))
- Verarbeitungstemperaturfenster – Transparente Polyestersysteme reagieren empfindlich auf lange Heißverweilzeiten: R915 darf nicht langfristig über 290℃ betrieben werden, R912B wird 20-30℃ unter der üblichen PET-Verarbeitungstemperatur empfohlen; R911 ist auf 150-200℃ zu halten. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 6 (-54-) / Seite 4 (-52-) / Seite 1 (-49-))
- Ob ein Synergist erforderlich ist – Wenn Rezepturkosten gesenkt oder Verkohlung/Rauchunterdrückung verbessert werden sollen, R218 prüfen; wenn „kein Abtropfen“ gefordert ist, können tropfende Modelle nur als Synergist in Kombination eingesetzt werden. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 9 (-57-) / Seite 3 (-51-))
In der Unterlage wird bei mehreren Modellen derselbe Hinweis wiederholt: Kunden wird ein Vorab-Kleinversuch empfohlen; Muster und Prozessbedingungen sind mit dem technischen Anbieter abzustimmen. Auf der Funktionsmasterbatch-Seite gelten zusätzlich drei allgemeine Anforderungen für Musterprüfungen: Vor der Prüfung ist zu trocknen (PET, PA6 100℃ 5 Stunden; PETG, PU, TPU vom Polyestertyp 80℃ 5 Stunden; TPU vom Polyethertyp 60℃ 5 Stunden); die Verarbeitungstemperatur darf die in der Produktbeschreibung empfohlene Höchsttemperatur nicht überschreiten; die Zugabemenge ist als Innenzugabe-Anteil zu verstehen (z. B. 5% Masterbatch = 95% Rohstoff + 5% Masterbatch). (Quelle: Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4, PDF, Seite 4, Hinweise)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1: PE-Folie soll V-2 erreichen – welches Modell wählen? A: R911, Dosierung 10%-20% (bei geringerer Dicke angemessen erhöhen), Verarbeitungstemperatur 150-200℃, erreichbar UL94 V-2 (Folienanwendung) oder GB/T 2408-2008 FV-2. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 1 (-49-))
Q2: Transparenz und V-0 gleichzeitig – R912 oder R915? A: Nach Basispolymer und Transparenzanforderung entscheiden: R915 zielt auf hochtransparentes PET/PETG (Unterlagenaussage: keine negative Beeinflussung von Lichtdurchlässigkeit und Trübung); R912 eignet sich für PET/PETG/TPU, die Unterlage nennt eine Abnahme der Lichtdurchlässigkeit von ca. 20% und ist für semitransparente und schwach lichtdurchlässige Anwendungen geeignet. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 5 (-53-) / Seite 2 (-50-))
Q3: R912B und R915 – beide für PET, wie abgrenzen? A: R912B zielt auf V-0 und Sauerstoffindex (1,5%-5% erreichen V-0, LOI ≥38%, mit Fokus auf mechanische Eigenschaften bei Faser/Folie/Platte); R915 zielt auf den Erhalt hoher Transparenz (V-2 1%-2%, V-0 2%-4%, langfristig über 290℃ nicht zulässig). (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 4 (-52-) / Seite 6 (-54-))
Q4: Wie wird R940 in UV-Systemen eingesetzt? A: Empfehlung 15-30% (bezogen auf die Gesamtharzmasse), bei Raumtemperatur mischen, nach Entgasung UV-härten, Gesamtphosphorgehalt des Systems auf 1,5-3,0% einstellen; nicht mit stark alkalischen Substanzen kombinieren, Systemtemperatur nicht langfristig über 120℃ halten. (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 8 (-56-))
Q5: Wie viel Antimontrioxid lässt sich einsparen? A: PP/PE-System: 1:1-Ersatz von 50% bis 70%; PVC-System: 100% Ersatz (R218). (Quelle: Flammhemmer-Serie, PDF, Seite 9 (-57-))
Q6: Gibt es Prüfberichte Dritter oder Zertifizierungsnummern? A: Alle Angaben in diesem Text stammen aus der Unterlage selbst; der Unterlage sind keine Nummern von Prüfberichten Dritter beigefügt. Die in der Unterlage zitierbaren Konformitätspositionen sind: R911 erfüllt RoHS- und REACH-Anforderungen; R915 erfüllt IEC 61249, RoHS 2.0 und REACH; R218 erfüllt 2002/95/EC und REACH; M922 erfüllt die ROHS-Anforderungen. (Quelle: Textseiten der jeweiligen Modelle, siehe Abschnitt 9) Die modellbezogenen Nummern von Prüfberichten Dritter (falls vorhanden) sind in dieser Unterlage nicht aufgeführt; Prüfberichte können gesondert ergänzt werden.
Q7: Warum wird der bromierte Flammhemmer 63# nicht verkauft? A: Es handelt sich um ein halogenhaltiges Produkt, das in der aktuellen Spezifikation nur als Verzeichniszeile ohne Textseite geführt wird. Gemäß der Website-Position „Produkte, die nicht vollständig gegengeprüft werden können, werden nicht auf öffentlichen Produktseiten veröffentlicht“ wird es nicht freigegeben; die Fußnote des Verzeichnisses verweist zugleich darauf, dass „grau markierte Produkte eingestellt sind“. (Quelle: Californium Curium – Funktionsadditive 1.09, PDF, Seite 3 (Verzeichnis))
Q8: Masterbatch oder Additiv – wie wählen? A: Es handelt sich um unterschiedliche Lieferformen: Wer die Rezeptur selbst einstellen möchte, wählt Additive (R911/R912B/R915 usw.); wer direkt an der Maschine einsetzen und Dosierschritte reduzieren möchte, wählt Masterbatch (z. B. M933: halogenfreies PP-V0-Flammhemmer-Masterbatch, Referenzdosierung 15-25%; in 0,4mm dicker PP-Platte mit 25 Teilen nicht brennbarer, nicht tropfender Baumwolle). (Quelle: Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4, PDF, Seite 14 (-10-))
Quellenverzeichnis (einzeln rückverfolgbar)
| # | Unterlage | Physische PDF-Seite | Druckseite | Verwendet in Abschnitt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Californium Curium – Flammhemmer-Serie.pdf | Seite 1 | -49- | Abschnitte 1, 2, 7, 8 (R911) |
| 2 | Californium Curium – Flammhemmer-Serie.pdf | Seiten 2-3 | -50-/-51- | Abschnitte 3, 8 (R912: Kennwerte und Erläuterung zum Abtropfverhalten) |
| 3 | Californium Curium – Flammhemmer-Serie.pdf | Seite 4 | -52- | Abschnitte 3, 7, 8 (R912B) |
| 4 | Californium Curium – Flammhemmer-Serie.pdf | Seiten 5-6 | -53-/-54- | Abschnitte 3, 7, 8 (R915: Kennwerte, Verfahren, Konformität) |
| 5 | Californium Curium – Flammhemmer-Serie.pdf | Seiten 7-8 | -55-/-56- | Abschnitte 4, 8 (R940: Zusammensetzung, Verfahren, Verwendungsverbote) |
| 6 | Californium Curium – Flammhemmer-Serie.pdf | Seite 9 | -57- | Abschnitte 5, 7, 8 (R218) |
| 7 | Californium Curium – Funktionsadditive 1.09.pdf | Seiten 3-4 | Verzeichnis 55 / 83 | Abschnitte 1, 6, 8 (Serienübersicht, 63#, Fußnote) |
| 8 | Californium Curium – Funktionsadditive 1.09.pdf | Seiten 53-61 | -49- bis -57- | Abschnitte 2-5 (wortgleich mit dem Serienheft) |
| 9 | Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4.pdf | Seite 3 | Druck 10 | Abschnitt 6 (Darstellung der Masterbatch-Produkte) |
| 10 | Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4.pdf | Seite 4 | Wichtiger Hinweis | Abschnitt 7 (Hinweise zu Trocknung und Testmustern) |
| 11 | Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4.pdf | Seite 5 | -1- | Abschnitt 2 (Masterbatch M911) |
| 12 | Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4.pdf | Seite 13 | -9- | Abschnitt 6 (M922, halogenarme Einstufung) |
| 13 | Californium Curium – Funktionsmasterbatch 1.05-4.pdf | Seite 14 | -10- | Abschnitt 8 (M933) |
Hinweis: Die Parameter und Beschreibungen in diesem Text stammen ausschließlich aus den in der vorstehenden Tabelle genannten Unterlagen. Angaben, die in den Unterlagen nicht aufgeführt sind, wurden im Text mit „Diese Angabe ist in der Unterlage nicht aufgeführt“ gekennzeichnet. Dieser Text enthält keine Preise, Kundennamen, Zertifizierungsnummern oder Leistungsversprechen. Terminologie: halogenarm = low-halogen; die halogenfreien Modelle (R911/R912/R912B/R915/R940/M911/M915/M918/M933) und das halogenhaltige, halogenarme Modell (M922) sind jeweils gesondert gekennzeichnet.
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In diesem Beitrag erwähnte Produkte
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- R912R912 Transparentes halogenfreies Flammschutzmittel R912
- R912BR912B Halogenfreies Flammschutzmittel für PET R912B
- R915R915 Transparentes halogenfreies Flammschutzmittel für PET/PETG R915
- R940R940 R940 Reaktives Flammschutzmittel auf Basis ungesättigtem Acrylat-Polyurethan
- R218R218 Flammschutz-Synergist R218
- M911M911 Halogenfreies Flammschutz-Masterbatch für PE M911
- M915M915 Transparentes halogenfreies Flammschutz-Masterbatch für PETG M915
- M918M918 Halogenfreies Flammschutz-Masterbatch für das Spinnen von Nylon PA6 M918
- M922M922 Flammschutz-Masterbatch für PP M922
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