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Dispersion effizienter machen.

Startseite/Newsroom/R1800-SK und R900A zur Dispergierung von Flammschutzmitteln ohne Beeinträchtigung der Flammfestigkeit

Produkttechnik · 12. Oktober 2026

R1800-SK und R900A zur Dispergierung von Flammschutzmitteln ohne Beeinträchtigung der Flammfestigkeit

R1800-SK und R900A können bei jedem Flammschutzmittel und bei jedem Flammschutz-Masterbatch eingesetzt werden, in jeder Form: Pulveradditive, flüssige Additive, körniges Masterbatch; die Dispergierung ist erreichbar, und die Flammschutzwirkung bleibt unbeeinträchtigt. Der Beitrag begründet das mit dem Wirkmechanismus am Umschaltpunkt 70°C und den Messdaten aus den Handbüchern und nennt den Dosierungs-Wendepunkt bei 1,6 %.

  • p.5Quelle der physikalischen und chemischen Eigenschaften
  • p.7Titandioxid-Test
  • 8 TypenDasselbe Dispergiermittel für alle Masterbatch-Rezepturen

Aus dem Text verschobenErste Datentabelle in diesem Artikel (wörtlich)

Masterbatch-TypTräger / SystemZugabemengeFlammschutzklasseDispergiermittel in der Rezeptur
R911PE, halogenfreies Flammschutzmittel10%–20%UL94 V-2 / FV-2R1800-SK
R912transparent, für PET / PETG / TPU1.5%–3%UL94 V-2 / V-0R1800-SK
R912BPET, halogenfreies Flammschutzmittel1.5%–5%UL94 V-0 · LOI ≥38%R1800-SK
R915transparent, halogenfrei, für PET / PETGMasterbatch 20%–30%halogenfrei, raucharmR1800-SK
M911Flammschutz-Masterbatchnicht angegebennicht angegebenR1800-SK
M915Flammschutz-Masterbatchnicht angegebennicht angegebenR1800-SK
M918Flammschutz-Masterbatchnicht angegebennicht angegebenR1800-SK
M830Flammschutz-Masterbatchnicht angegebennicht angegebenR1800-SK

R1800-SK und R900A können bei jedem Flammschutzmittel eingesetzt werden und bei jedem Flammschutz-Masterbatch – in jeder Form: Pulveradditive, flüssige Additive, körniges Flammschutz-Masterbatch. Die Dispergierung ist erreichbar, und die Flammschutzwirkung bleibt unbeeinträchtigt. Das ist kein Slogan. Der folgende Beitrag zeigt, warum das so ist – mit dem Wirkmechanismus und mit den Messdaten aus den technischen Handbüchern.

Zunächst das zu lösende Problem

Abbildung 1R900A und R1800-SK sind zwei unterschiedliche Kurvenverläufe; die Wendepunkte unterscheiden sich bereits beim Kneten.
Ein weißes Trommelfass über einem Edelstahltrichter geneigt, ein kontinuierlicher Strahl feinen weißen Pulvers fällt in die Trichteröffnung und bildet darin einen Haufen, seitlich Edelstahlstützen und Streben
Abbildung 2Pulvereinzug: Agglomeration beginnt oft schon hier — was im Trichter klumpt, geht als Klumpen in die Schnecke. Ein Dispergiermittel kann das erst im Schmelze lösen, wenn es überhaupt dort ankommt.

Das Masterbatch ist hergestellt, und dennoch springt der UL94-Wert zwischen V-2 und V-0; das Tropfverhalten ist instabil, die Farbe läuft fleckig. In der Praxis wird üblicherweise bei der Charge des Flammschutzmittels, der Schneckenkonfiguration oder einer verlängerten Verweilzeit angesetzt – doch das Problem liegt häufig nicht im Flammschutzmittel selbst.

Flammschutzmittel sind zum überwiegenden Teil im Harz unlösliche Feststoffpulver: Bromsysteme sind kristalline Pulver, Phosphorsysteme weiße Pulver oder Kristalle, Stickstoffsysteme nadel- oder plättchenförmige Kristalle, anorganische Hydroxide Mineralpulver. Im Harz müssen sie „bis auf die Primärteilchenebene aufgetrennt und dort gehalten" werden, damit die Flammschutzeffizienz der Zugabemenge entspricht. Agglomeriert das Pulver, steht bei derselben Zugabemenge von 15% deutlich weniger wirksame Oberfläche für den Flammschutz zur Verfügung – das äußert sich als „gleiche Rezeptur, unterschiedliche Klasse je Charge".

Dispergiermittel leisten genau das: Sie halten die Pulverpartikel im Schmelzestrom auf Abstand.

Und hier besteht die übliche Sorge: Dispergiermittel sind organische Stoffe – beeinträchtigt ihre Zugabe in ein Flammschutzsystem dessen Flammschutzwirkung? Kaicu beantwortet das mit dem Wirkmechanismus und mit Messdaten, nicht mit Parolen.

Wie R1800-SK das Pulver auftrennt

Schnittbild eines Doppelschneckenextruders mit zwei parallelen Metallschnecken im Zylinder, rechts ein blaues Steuerpult
Abbildung 3Schnittbild des Doppelschneckenextruders: Der Spalt zwischen den beiden Schnecken ist der Ort, an dem das Pulver immer wieder geschert, gezogen und mit dem Dispergiermittel in Kontakt gebracht wird. Je länger die Scherhistorie, desto mehr Möglichkeiten haben nicht agglomerierte Partikel.

Die Molekülstruktur von R1800-SK besteht aus zwei Teilen; das Handbuch formuliert es so:

  • Ankergruppe (-COOH) – eine polare Gruppe, die über Ionenbindungen, Wasserstoffbrücken und van-der-Waals-Kräfte an der Pulveroberfläche adsorbiert. Das Handbuch betont die „feste Adsorption" und die „Verhinderung der Desorption von R1800-SK".
  • Solvatationskette – ragt in das Medium und bestimmt die Stabilität nach der Dispergierung.

Entscheidend ist die Temperatur. Das Handbuch hält fest: Unter 70℃ schmilzt die Umhüllungsschicht nicht; über 70℃ beginnt sie zu schmelzen, geht in eine ionische Kopplung über und verbessert die Verträglichkeit mit dem Harz.

Das ist kein beiläufig notiertes Detail. In der Pulverstufe wird „fest umhüllen, nicht erneut agglomerieren" verlangt, bei Schmelztemperatur dagegen „freigeben und mit dem Harz verträglich werden" – zwei gegenläufige Anforderungen, die R1800-SK mit einem einzigen Temperaturumschaltpunkt gleichzeitig erfüllt.

Der Mechanismus der stabilen Dispergierung ist im Handbuch ebenfalls konkret beschrieben: Nähern sich mit R1800-SK belegte Pigmentpartikel einander, stoßen sie sich durch die Abstoßung der Adsorptionsschicht gegenseitig ab – nicht durch fortwährendes Rühren, sondern weil die Adsorptionsschicht den Abstand selbst aufrechterhält.

Was diese beiden Dispergiermittel sind

Ein flaches Edelstahltablett voller milchig weißer kurzer Zylinderpellets, mehrere Bruchflächen zur Kamera hin mit massivem Inneren, oben rechts eine Metallpinzette
Abbildung 4Fertige Masterbatch-Pellets: Ob die Dispersion gelungen ist, zeigt sich letztlich daran, ob der Querschnitt jedes Pellets gleichmäßig ist. Schlecht dispergierter Masterbatch sieht in der Größe ebenfalls einheitlich aus, aber Griff, Glanz und Deckkraft unterscheiden sich.
Was diese beid…
MerkmalR1800-SKR900A
ProduktpositionierungHyperdispergiermittel-Serie auf Polyolefinether-BasisGesamtproduktkatalog · Linie der flüssigen Farbmasterbatches
Ionentypnichtionischnichtionisch
Aussehenblaue pastöse Massenicht angegeben
Dichte1.190 g/cm³nicht angegeben
Viskosität980–3600 mPa·snicht angegeben
Säurezahl6.8–7 mgKOH/gnicht angegeben
Aminzahl≦9 mgKOH/gnicht angegeben
Flammpunkt285℃nicht angegeben
DispersionsgradIIInicht angegeben
Verträglichkeitsehr gut verträglich mit allen Gummiarten und Kunststoffenfür nahezu jeden Kunststoff und jedes Gummi geeignet
Die Tabelle umfasst 10 Zeilen × 3 Spalten, jede Zeile mit Quellenverweis; auf schmalen Bildschirmen lässt sie sich seitlich scrollen.

Beide sind nichtionisch. Das ist die Voraussetzung, auf der dieser Beitrag beruht – nichtionische Produkte tragen keine Ladung und konkurrieren nicht mit ionischen Komponenten im Flammschutzsystem.

Welche Flammschutzmittel es gibt und warum ein Wechsel die Flammschutzwirkung nicht beeinträchtigt

Intervallband gleicher Einheit

Schnittbereich gleicher Dimension (℃ · 2 Objekte)

Dimension · ℃

X-Achse = Dimension ℃; farbiger Streifen = Zielintervall, in das das Objekt fallen kann; Punkte außerhalb des Streifens = nicht erreichbare Anteile.

270297.5325352.5380℃Zielband275300325350375Bromsysteme335–345℃Anorganische Syst…300–320℃X-Achse gleiche Dimension ℃ ·X-Achsen-Skalierung basierend auf dem Maximum dieses Artikels (300–345 ℃); Längen nicht direkt über Artikel hinweg vergleichen.
  • Zielband
  • Bromsysteme
  • 335–345℃
  • Anorganische Syst…
  • 300–320℃
  • X-Achse gleiche Dimension ℃ ·
  • X-Achsen-Skalierung basierend auf dem Maximum dieses Artikels (300–345 ℃); Längen nicht direkt über Artikel hinweg vergleichen.
  • Bromsysteme335–345 ℃
  • Anorganische Syste…300–320 ℃
Diagrammdaten (Quelltext wortgetreu)
ObjektIntervall
Bromsysteme335–345 ℃
Anorganische Systeme300–320 ℃

QuelltextSkala 270–380 ℃

Zwei quadratische Glasschalen nebeneinander, links glattes feines weißes Pulver, rechts zu deutlichen Klumpen geballt, dazwischen quer ein Edelstahlspatel
Abbildung 5Dieselbe Pulvercharge, zwei Zustände: links gleichmäßig verteilt mit durchgehender Oberfläche, rechts zu Klumpen geballt mit rauen Kanten. Dieser Unterschied wird im Folgeschritt direkt zu Farbabweichung und Festigkeitsstreuung.

Das ist die Kernfrage dieses Beitrags. Die Sorge „Beeinträchtigt das Dispergiermittel den Flammschutz?" stammt meist aus einer impliziten Annahme: Zwischen dem Dispergiermittel und einem bestimmten Flammschutzmittel könne eine chemische Wechselwirkung bestehen. Um zu prüfen, ob diese Annahme zutrifft, sind die Flammschutzmittel zunächst nach Wirkmechanismus zu ordnen; danach ist zu sehen, in welchen Schritt das Dispergiermittel eingreift.

Nach chemischer Zusammensetzung und Wirkmechanismus lassen sich industrielle Flammschutzmittel in die folgenden Familien einteilen. Die Spalte „Wirkmechanismus" nennt nur den allgemein anerkannten Flammschutzpfad der jeweiligen Familie, keine Rezepturdetails, die für diesen Beitrag ohne Belang sind.

Welche Flammsc…
FamilieTypische Vertreter (gängige Kurzzeichen)HauptbestandteileWesentlicher FlammschutzpfadGrößenordnung der Verarbeitungstemperatur
BromsystemeDecabromdiphenylethan (DBDPE)aromatische Bromverbindung, Bromgehalt ca. 82%Gasphase: Freisetzung von Bromradikalen unter Wärme, Abbruch der VerbrennungskettenreaktionSchmelzpunkt ca. 335–345℃, thermischer Masseverlust 1% ≥ 350℃
BromsystemeBromiertes Polystyrol (BPS)bromiertes Polystyrol, Bromgehalt ca. 66%Kettenabbruch durch Halogenradikale in der Gasphasethermischer Masseverlust 1% ≥ 300℃
Brom-SynergistAntimontrioxid (Sb₂O₃)Antimonoxidreagiert mit Halogenwasserstoff zu Antimonhalogenid und verstärkt den Abbruch in der Gasphasezersetzt sich nicht selbst, systemabhängig
PhosphorsystemeAluminiumdiethylphosphinat (ADP)organisches Aluminiumphosphinatsalz, Phosphorgehalt ca. 23–24%Kondensphase: katalytische Dehydratisierung und Vernetzung zu KohleZersetzungstemperatur > 370℃ (aktiviert)
PhosphorsystemeAmmoniumpolyphosphat (APP)stickstoffhaltiges Phosphat, Phase I/Phase IIKohlebildung in der Kondensphase + Verdünnung in der Gasphase, Hauptsäurequelle intumeszierender SystemePhase II schwer wasserlöslich, für hohe Verarbeitungstemperaturen geeignet
PhosphorsystemeDOPO und DerivatePhosphaphenanthrenoxidreaktiv, kovalente Einbindung in das EpoxidnetzwerkHärtungssystem, keine Schmelzverarbeitung
StickstoffsystemeMelamincyanurat (MCA)Additionssalz aus Melamin und CyanursäureSublimation unter Wärmeaufnahme + Verdünnung brennbarer Gasebis 300℃ stabil, endotherme Zersetzung bei ca. 350℃
StickstoffsystemeMelaminpolyphosphat (MPP)MelaminphosphatPhosphor-Stickstoff-Synergie, Kohlebildung + Intumeszenzgleiche Größenordnung wie APP
Anorganische SystemeAluminiumhydroxid (ATH)Aluminiumtrihydratendotherme Zersetzung unter Freisetzung von Kristallwasser, Verdünnung und KühlungDehydratisierung ab ca. 200℃, Dosierung häufig 50–65%
Anorganische SystemeMagnesiumhydroxid (MDH)Magnesiumhydroxidwie ATH, jedoch höhere Temperaturbeständigkeitendotherme Zersetzung bei ca. 300–320℃
Anorganische SystemeZinkborat / BlähgraphitBorat / SchichtgraphitKohlebildung, Rauchunterdrückung, Antitropfwirkungsystemabhängig
Intumeszierende SystemeIFR-KompositsystemAPP + Pentaerythrit + MelaminKohlebildung und Intumeszenz aus den drei Komponenten Säurequelle/Kohlenstoffquelle/Gasquellesystemabhängig
Die Tabelle umfasst 12 Zeilen × 5 Spalten, jede Zeile mit Quellenverweis; auf schmalen Bildschirmen lässt sie sich seitlich scrollen.

Diese Tabelle soll nur eines zeigen: Die Wirkebene aller Familien in der obigen Tabelle liegt in der Stufe „das Flammschutzmittel zersetzt sich selbst unter Wärme oder beteiligt sich an der Kohlebildung/Gasphasenreaktion". Das Dispergiermittel steht nicht in dieser Kette – seine Ankergruppen adsorbieren an der Pulveroberfläche, die Solvatationsketten ragen in die Schmelze; beides sind physikalische Grenzflächenvorgänge. Sie treten nicht in den Zersetzungspfad des Flammschutzmittels ein, verbrauchen keine Halogenradikale, beteiligen sich nicht an der Dehydratisierung und Kohlebildung und verändern nicht die Bildungsbedingungen der Intumeszenzschicht.

Die Frage „Beeinträchtigt ein Wechsel des Flammschutzmittels den Flammschutz?" beantwortet sich also danach, ob das Dispergiermittel mit der betreffenden Familie chemisch reagiert – nicht danach, ob diese Familie zu den Brom- oder den Phosphorsystemen gehört. R1800-SK und R900A sind nichtionisch und tragen keine dissoziierbaren Gruppen; sie werden vom Halogensystem nicht als Reaktionspartner behandelt und konkurrieren auch nicht mit sauren Phosphorstellen um Adsorption – ihre Rolle ist in allen Familien dieselbe: das Pulver dispergieren.

Die acht Flammschutz-Masterbatches von Kaicu sind reale Beispiele für diese Aussage: acht Typen, unterschiedliche Flammschutzsysteme und Trägerharze – und in der Rezeptur steht dasselbe Dispergiermittel.

Zur Lesart dieser Tabelle ist klarzustellen: Zugabemenge und Flammschutzklasse der ersten vier Typen (R911 / R912 / R912B / R915) stehen in den aktuell öffentlichen technischen Unterlagen und sind direkt zitierfähig; für die letzten vier Typen (M911 / M915 / M918 / M830) bestätigen die aktuell öffentlichen Unterlagen nur den Punkt „in der Rezeptur wird R1800-SK als Dispergiermittel verwendet". Zugabemenge und Flammschutzklasse sind dort nicht aufgeführt; die Tabelle vermerkt „nicht angegeben", und dieser Beitrag trifft dazu keine Annahme.

Das lässt sich an drei Stellen der Handbuchangaben kreuzprüfen: In der Rubrik „Kernbestandteil – Dispergierhilfsmittel" der technischen Unterlagen zu R912B ist das Dispergiermittel als nichtionisches Tensid geführt; bei R1800-SK steht zur Verträglichkeit „sehr gut verträglich mit allen Gummiarten und Kunststoffen"; bei R900A heißt es „für nahezu jeden Kunststoff und jedes Gummi geeignet". An keiner der drei Stellen ist der Anwendungsbereich auf ein bestimmtes Flammschutzmittel oder einen bestimmten Trägerwerkstoff eingeschränkt.

70°C3%2%6%

Bei konstanten 70°C wurde die Titandioxid-Oberflächenbehandlung mit R1800-SK über 0,3 %–2 % gefahren; gemessen ist nur der Punkt 1,6 %.

Der Dosierungs-Wendepunkt: 1.6% – und er kehrt sich um

Das ist der einzige punktweise gemessene Datensatz des Beitrags; er stammt aus dem Oberflächenbehandlungsversuch von R1800-SK an Titandioxid: sieben Dosierungspunkte bei pH 6.8 und konstanten 70℃.

Dosierung %Helligkeit LTünber-WeißgradGelbwert YI
088.2775.154.63
0.588.8975.764.21
1.089.1276.314.34
1.289.8776.354.23
1.690.1877.763.84
1.888.2675.813.97
2.087.8375.793.89

Alle drei Kennwerte erreichen bei 1.6% gleichzeitig ihr Optimum: höchste Helligkeit 90.18, höchster Weißgrad 77.76, niedrigster Gelbwert 3.84.

Datenabbildung 4
Optische Dichte der Dünnschicht (Deckkraft)Dosierung von R1800-SK %00.10.20.30.40.3%0.5%1%1.6%2%1.6% · 0.386Bereichsanfang 0.3%Bereichsende 2.0%
  • Messpunkt1 Messpunkt
  • Trend (gestrichelte Linie, nicht gemessen)0.3%–2%

Das Handbuch gibt nur bei 1,6 % einen gemessenen Wert der optischen Dichte von 0,386 an; die punktuellen Daten zwischen 0,3 %–1,6 % und 1,6 %–2 % sind nicht angegeben, die gestrichelte Linie zeigt lediglich die Form und keine Messwerte.

Datengrenze: Auf der vertikalen Achse werden keine gemessenen Skalenwerte gesetzt: Das Material gibt die optischen Dichtewerte Punkt für Punkt unter diesen Bedingungen nicht an; diese Grafik interpoliert nicht und ergänzt keine Punkte.

Datenabbildung 5
90.18Helligkeit L77.76Tünber-Weißgrad3.84Gelbwert YI0%0.5%1%1.6%2%Dosierung von R1800-SK %
  • Helligkeit L88,27 → 90,18 (Maximum) → 87,83
  • Tünber-Weißgrad75,15 → 77,76 (Maximum) → 75,79
  • Gelbwert YI4,63 → 3,84 (Minimum) → 3,89

Die drei Kennwerte erreichen am selben Dosierungspunkt von 1,6 % gleichzeitig ihr Optimum: höchste Helligkeit 90,18, höchster Tünber-Weißgrad 77,76, niedrigster Gelbwert 3,84. Dies ist der einzige Satz punktueller Messdaten im gesamten Text.

Datengrenze: Die vertikalen Achsen der drei Kurven sind jeweils unabhängig (unterschiedliche Dimensionen: Helligkeit/Weißgrad sind dimensionslose Indizes, der Gelbwert YI ist ein Farbabstandsindex); die vertikale Position dient nur der Unterscheidung der jeweiligen Form, ein Vergleich der Zahlenwerte über die Spuren hinweg ist nicht zulässig.

Die mechanistische Erklärung des Handbuchs: Mit steigender Dosierung adsorbieren immer mehr Ankergruppen an der Pigmentoberfläche; bei 1.6% ist die Sättigung erreicht, und die optische Dichte ist dort am größten (0.386). Wird die Dosierung weiter erhöht, treten die R1800-SK-Moleküle miteinander in Wechselwirkung und verheddern sich über die Solvatationsketten zu einer „Brückenflockung"; die optische Dichte fällt daraufhin steil ab.

Das Fazit des Handbuchs lautet wörtlich:

R1800-SK-Hyperdispergiermittel erzielt bei einer Dosierung von 1.6% die beste Wirkung bei der Behandlung von Titandioxid

Das ist ein Gegenbeispiel zu „mehr ist immer besser". Eine Überdosierung des Hyperdispergiermittels überbrückt die Pigmentteilchen selbst; das Ergebnis wird schlechter.

Außerdem nennt das Handbuch eine Zugabemenge von 0.5%–1%, bezogen auf das fertige Kunststoffprodukt. Beachten Sie: Diese 0.5%–1% und die obigen 1.6% haben unterschiedliche Bezugsgrößen – erstere beziehen sich auf den Fertigkunststoff, letztere auf die auf das Pigment bezogene Behandlungsmenge; die beiden Zahlen sind nicht austauschbar.

Warum der Flammschutz unberührt bleibt

Für die Wirkung des Hyperdispergiermittels im Masterbatch nennt das Handbuch vier Punkte:

  1. Agglomeration von Pigmentfüllstoffen verhindern – es benetzt und bindet das Pulver und bildet bei sinkender Temperatur eine Hüllschicht, die weitere Agglomeration unterbindet
  2. Verteilungsrate des Füllstoffs im Harz erhöhen – beim Extrudieren mit dem Harz verträglich, verbindet es das umhüllte Pulver mit dem Harz zu einem Ganzen
  3. Gute Fließfähigkeit der Schmelze sichern und den Oberflächenglanz des Formteils erhöhen
  4. Wirksamer mit dem Harz verschmelzen

Alle vier Punkte zielen auf „physische Dispergierung" und „Verarbeitungseigenschaften"; keiner zielt auf chemische Beteiligung oder auf einen Flammschutzmechanismus.

Die Grenze der Aussage muss klar benannt werden: Das „ohne Beeinträchtigung des Flammschutzes" in diesem Beitrag stützt sich darauf, dass der Wirkmechanismus des Dispergiermittels nicht in die Flammschutzreaktion eingreift – nicht auf UL94-Vergleichstests über alle Flammschutzmittel-Familien hinweg. Die direkten Belege in den öffentlichen technischen Unterlagen von Kaicu sind: In der R912B-Rezeptur ist das Dispergiermittel zugleich als „Dispergierhilfsmittel" geführt, und die Verträglichkeitsangaben von R1800-SK / R900A decken „alle Gummiarten und Kunststoffe" sowie „jeden Kunststoff und jedes Gummi" ab. Für einzelne Familien wie Bromsysteme oder anorganische Hydroxide enthalten die Unterlagen keine gesonderten Vergleichsversuche; dieser Beitrag trifft dazu keine Annahme.

Wie 113-fach und 26-fach zu lesen sind

Die technischen Unterlagen zu R1800-SK nennen zwei relative Vielfache: Dispergierleistung 113-fach, Schmierleistung 26-fach.

Bezugsgröße dieser beiden Zahlen ist Wachs; es handelt sich um relative Angaben innerhalb derselben technischen Unterlage, und die Unterlage nennt weder ein zugehöriges Prüfverfahren noch einen Bericht eines Dritten. Die richtige Lesart ist „Dispergier-/Schmierverhalten relativ zu Wachs" – nicht „in jedem System werden 113-fach erreicht". Ebenso wenig lassen sie sich direkt mit dem Wendepunkt bei 1.6% umrechnen: Die Bezugsgrößen sind hier ein Leistungsvergleich und dort die auf das Pigment bezogene Behandlungsmenge.

Einige praktische Entscheidungshilfen für Formulierer

Frage:Zuerst auf Agglomeration prüfen, erst dann das Flammschutzmittel wechseln。Grundlage: Klassendrift bei gleicher Rezeptur über Chargen hinweg ist ein typisches Agglomerationsbild。Grenze: Chargenunterschiede und Feuchtigkeit des Flammschutzmittels selbst sind auszuschließen。

Frage:Dispergiermittel-Dosierung nahe 1.6%, bezogen auf Pigment/Pulver, ansetzen。Grundlage: Im Titandioxid-System liegt das gemessene Optimum bei 1.6%。Grenze: Für andere Pulver ist die optimale Menge im eigenen Laborversuch zu bestimmen; die Unterlagen decken das nicht ab。

Frage:Zugabemenge im Fertigkunststoff mit 0.5%–1% ansetzen。Grundlage: vom Handbuch genannte Zugabemenge, bezogen auf das fertige Kunststoffprodukt。Grenze: nicht dieselbe Bezugsgröße wie 1.6%, nicht austauschbar。

Frage:Bei Halogensystemen zusätzlich das Synergistenverhältnis prüfen。Grundlage: Die Synergie von Halogen und Sb₂O₃ verläuft über die Gasphase。Grenze: Fehlt der Synergist, kann das Dispergiermittel die Klasse nicht retten。

Frage:Bei anorganischen Hydroxidsystemen liegt der Schwerpunkt auf Dispergierung, nicht auf Synergie。Grundlage: ATH/MDH wirken über Wärmeaufnahme und Verdünnung, Dosierungen häufig über 50%。Grenze: Bei hoher Füllung zeigt sich schlechte Dispergierung zuerst als Abfall der mechanischen Eigenschaften。

Frage:Beim Familienwechsel erst im Laborversuch prüfen, dann die Klasse bewerten。Grundlage: Dispergierung ist ein physikalischer Vorgang und steht nicht in Konflikt mit der Flammschutzchemie。Grenze: Verträglichkeit und Verarbeitungsfenster des Systems sind dennoch messtechnisch zu bestätigen。

Ein Dispergiermittel ist kein Flammschutzmittel und darf auch nicht wie eines bewertet werden. Seine maßgebliche Kennzahl ist „wird das Pulver gleichmäßig dispergiert und bleibt es so"; diese Kennzahl bedeutet in Brom-, Phosphor-, Stickstoff-, anorganischen und intumeszierenden Systemen dasselbe.

Datengrundlage

Jeder Wert in diesem Beitrag beruht auf offiziellen Produktdaten; Preise, Kundennamen und Zertifikatsnummern sind nicht enthalten.

Muster / Auswahl

Die Empfehlung richtet sich nach Ihrem Substrat, Ihrer Anlage und der Zielqualität; dasselbe Harzsystem kann an anderer Anlage anders ausfallen.

Technische Anfragen

UL Yellow Cards oder Nummern von Prüfberichten Dritter erhalten Sie über unser Technikteam; diese öffentliche Website enthält solche Dokumentnummern nicht.

Technische Daten sind typische Laborwerte; vor der Serienfertigung bitte im Kleinversuch verifizieren.

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, ist als Nächstes meist eines von drei Dingen an der Reihe.

  • Nennen Sie mir Ihre RezepturTrägerharz, Flammschutzmittel-Typ und Dosierung, Verarbeitungstemperatur — mit diesen drei Angaben kann ich Ihnen bei der Auswahl des Dispergiermittels und der Dosierspanne helfen.
  • Die Datentabellen anfordernJeder Wert im Beitrag ist mit einer Quellenseite belegt; nennen Sie mir die Tabelle, dann liefere ich sie.
  • Spezifikation von R1800-SK / R900APhysikalische Eigenschaften, Verträglichkeitsangaben und abgedeckte Trägerwerkstoffe stehen auf den Produktseiten.

Kaicu New Materials · Funktionsadditive

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Für welche Systeme eignen sich R1800-SK und R900A?
R1800-SK und R900A dispergieren Flammschutzmittel und Flammschutzmasterbatches aus beliebigen Materialien, ohne die Flammschutzleistung zu beeinträchtigen. Dies ist kein Prüfbericht oder Zertifikat einer Rezeptur. Klassen benötigen tatsächliche Prüfaufzeichnungen.
Ist M830 ein Flammschutzmasterbatch?
M830 ist ein Weichheitsmasterbatch für Kunststoffe mit R830, kein Flammschutzmittel und kein Nachweis mechanismenübergreifender Prüfungen. Flammschutzadditive der R-Serie sind nicht pauschal Masterbatches.
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